AfD-Landtagsfraktion auf Landwirtschaftstour am Bodensee
AfD-Landtagsfraktion auf Landwirtschaftstour am Bodensee

Am 1. August besuchten drei Abgeordnete der AfD-Landtagsfraktion am Bodensee drei Landwirtschaftsbetriebe zu einem intensiven Austausch über deren aktuelle Herausforderungen: Emil Sänze MdL, finanz- und europapolitischer Sprecher sowie Landesvorsitzender der AfD, Dennis Klecker MdL, agrarpolitischer Sprecher und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bernhard Eisenhut MdL, Sprecher für Verbraucherschutz.

Im Gespräch wurde schnell deutlich: Der Schutz der heimischen Landwirtschaft lässt sich nur noch durch ein Zusammenspiel aus Zöllen, Subventionen und Direktzahlungen gewährleisten. Nur mit klar protektionistischen Maßnahmen kann die regionale Produktion erhalten und die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung sichergestellt werden. Um Lebensmittelpreise stabil zu halten und gleichzeitig ökologische Ziele zu erreichen, müssen ausländische Produzenten denselben Auflagen unterliegen wie heimische Betriebe.

Die Abgeordneten mussten übereinstimmend feststellen: Ohne faire Wettbewerbsbedingungen wird das Höfesterben weitergehen. Der wirtschaftliche Grundsatz „ceteris paribus“ – gleiche Bedingungen für alle – bleibt zentrale Voraussetzung. Darin herrschte unter den drei landwirtschaftlichen Betrieben Einigkeit – ob Milchviehhalter, Schweinemäster oder Obstbauer: Ohne wirtschaftliche Absicherung gibt es keine Zukunft für die Landwirtschaft am Bodensee.

Besondere Besorgnis löste bei den Gesprächspartnern der neue Haushaltsvorschlag der EU aus, der eine Reduzierung verbindlicher Zahlungen an Landwirte vorsieht. Alle Beteiligten waren sich einig: Sollte sich die Förderkulisse zu Ungunsten der heimischen Landwirtschaft verschieben, wird das weitere Betriebsschließungen zur Folge haben. Dies steht im direkten Widerspruch zur politisch geforderten Resilienz – also der Fähigkeit, sich auch in Krisenzeiten eigenständig zu versorgen.

Gemeinsamer Konsens der Sommertour war schließlich auch: Eine zukunftsfähige Landwirtschaftspolitik braucht klare Ziele – Versorgungssicherheit, Erhalt der Kulturlandschaft, ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stabilität für die Landwirte. Diese Zielklarheit aber wird auf allen politischen Ebenen – in Stuttgart, Berlin und Brüssel – schmerzlich vermisst.