„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk entfernt sich immer weiter von seinem Informationsauftrag und entwickelt sich zunehmend zum Umerziehungsapparat für politisch gewünschte Wahrnehmungen.“ Mit diesen Worten reagiert der medienpolitische AfD-Fraktionssprecher Dennis Klecker auf das SWR-Instagramformat „Migratöchter“, das Bürgern erklären wollte, wie sie vermüllte Parks durch „Teilhabe“ und „Vielfalt“ neu interpretieren sollen. „Wenn der SWR Bürgern erklärt, sie sollten bei Grillqualm und lärmenden Großfamilien nicht mehr ihre Alltagserfahrung sehen, sondern ‚Teilhabe‘ und ‚Diversität‘, dann ist das keine Berichterstattung mehr, sondern betreutes Wahrnehmen.“
Der Bürger soll offenbar nicht mehr selbst beurteilen dürfen, was seine Lebensqualität beeinträchtigt, moniert Klecker. „Stattdessen liefern gebührenfinanzierte Redaktionen gleich die moralisch korrekte Interpretation mit. Genau darin zeigt sich die ideologische Schlagseite des ÖRR: Probleme werden nicht nüchtern beschrieben, sondern pädagogisch umgedeutet. Besonders bedenklich ist dabei die moralische Asymmetrie. Kritik an Zuständen gilt sofort als intolerant oder rückständig, während jede Form kultureller Überforderung reflexhaft zur ‚Vielfalt‘ verklärt wird. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk darf aber keine Mentalitätsagentur sein, die Bürger auf Regierungslinie emotional nacherzieht.“
